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Physikalische Thrombosevorbeugung

Sie mögen modisch nicht jedem gefallen, doch sorgfältig angepasst, gelten Kompressionsstrümpfe in medizinischen Leitlinien als ein wichtiger Teil der regulären Thrombosevorbeugung, beispielsweise nach Operationen, die das Thromboserisiko erhöhen.3 Sie gehören zu den Basismaßnahmen der Thrombosevorbeugung, die ab einem mittlerem Thromboserisiko ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung durchgeführt werden sollten.3
Der Druck der Kompressionsstrümpfe auf die Beinvenen, wo es am häufigsten zur Thrombenbildung kommt, sorgt dafür, dass diese sich verengen. Die Venenklappen, die den Rückfluss des Blutes in die Beine verhindern, können besser schließen und die Venen ihre natürliche Funktion innerhalb der Blutzirkulation, nämlich das Blut zum Herzen zurück zu führen, erfüllen. Das Blut staut sich nicht mehr so leicht, und es kommt nicht so schnell zur Bildung von Thromben.


Basismaßnahme Kompressionsstrümpfe
Weitere Basismaßnahmen nach verschiedenen orthopädischen Operationen sind Krankengymnastik und frühe Mobilisierung der Patienten. Viele Patienten glauben, sie dürften frisch operiert ein neues Knie- oder Hüftgelenk noch nicht belasten. Das Gegenteil ist der Fall: Je früher der Patient nach einer OP unter Anleitung des Pflegepersonals sprichwörtlich „wieder auf die Beine kommt“ und seinen Kreislauf in Schwung bringt, desto geringer ist sein Thromboserisiko. Unterstützt wird diese Maßnahme durch gezielte Krankengymnastik, die beispielsweise Patienten nach einem Knie- oder Hüftgelenkersatz den richtigen Umgang mit den neuen Gelenken zeigt.
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