Etwa 2/3 der RLS-Betroffenen haben häufiger als zweimal wöchentlich Beschwerden. Sind die Beschwerden für sich gesehen schon schlimm genug, so wiegen die weiteren Auswirkungen mindestens genauso schwer. Die unangenehmen Auswirkungen sind auch meist der Grund dafür, dass RLS-Betroffene endlich einen Arzt aufsuchen.
So ist der Schlaf bei RLS empfindlich gestört. Viele RLS-Betroffene können abends nicht gut einschlafen. Die Unruhe in den Beinen ist abends und nachts am stärksten. Deshalb hält der Drang, die Beine zu bewegen, die Patienten wach. Viele müssen aufstehen und umher gehen, um das kribbelnde Gefühl in den Beinen los zu werden. Sind die Betroffenen endlich eingeschlafen, kann es sein, dass die Unruhe in den Beinen sie nachts mehrmals aufweckt.
Rund 80% aller RLS-Patienten erleben ein Phänomen, das man "Periodische Beinbewegungen im Schlaf" (Periodic Limb Movements in Sleep, PLMS) nennt. PLMS bedeutet, dass der/die Betroffene im Schlaf unwillkürlich ein Bein oder beide Beine hin und her bewegt (in manchen Fällen betrifft dies auch die Arme). Häufig kommt es zu Beuge- oder Streckbewegungen im Knie- oder Fußgelenk. Diese Bewegungen können rasch erfolgen, weshalb ein eventueller Bettpartner sie als "Zappeln" auffasst, was ihn oder sie aufweckt. Manche RLS-Patienten führen solche Bewegungen im Lauf einer einzigen Nacht mehrere hundert Mal durch. Dadurch wird bei dem RLS auch oft von "Zappelbeinen" gesprochen. Dies führt zu ständigen Weckreaktionen und zu einem deutlich gestörten Schlaf.


