Die Parkinson-Krankheit entwickelt sich schleichend. Häufig nehmen Angehörige oder Außenstehende die Anzeichen eher wahr als der Betroffene selbst. Körperbewegungen verlaufen langsamer als sonst. Das Mitschwingen des Arms beim Gehen kann vermindert sein.
In Deutschland leiden etwa 200 000 Menschen an der Parkinson-Krankheit. Jährlich kommen 10 000 bis 15 000 neue Fälle hinzu. Wer über 65 Jahre alt ist, hat ein Risiko von 1 %, die Parkinson-Krankheit zu bekommen.
In 80 % der Fälle lässt sich über die Ursachen nichts sagen. Dann spricht man vom "idiopathischen Parkinson-Syndrom" (= tritt ohne erkennbare Ursache auf). Manche Parkinson-Fälle lassen sich auf konkrete, exakt nachweisbare Ursachen zurückführen. So können bestimmte Medikamente oder Umweltgifte oder auch verletzungsbedingte Hirnblutungen Krankheitszeichen wie beim Morbus Parkinson auslösen. Dann spricht man von "sekundären Parkinson-Syndromen".
Die Parkinson-Krankheit entwickelt sich langsam, schleichend, über viele Jahre hinweg. Dabei sterben bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab. Sie stellen einen "Botenstoff" her, das Dopamin.
Um eine Parkinson-Krankheit feststellen zu können, sind für den Arzt vor allem vier typische Störungen des Bewegungsablaufs beim Parkinson Patienten von besonderem Interesse: Bewegungsverlangsamung, Zittern – vor allem der Hände – insbesondere in Ruhe, Muskelversteifungen im ganzen Körper, verminderte Stabilität beim Aufrechthalten des Körpers.